Meine Lieblingsbücher

Bücher waren schon immer meine Leidenschaft. Schon als Kind habe ich Abenteuerbücher eher verschlungen als gelesen. Später kam das Genre „Science Fiction“ dazu, aber es gibt auch jede Menge anderer Genres, in denen es lesenswerte Werke gibt. Vor allem gibt es einige „klassische“ Autoren, die meines Erachtens nach leider ein wenig in die Vergessenheit geraten sind, obwohl sie den Menschen damals aber auch heute noch einiges zu sagen hätten.

Die Aufzählung meiner Lieblingsbücher möchte ich daher gliedern in die Abschnitte „Science Fiction“, „Klassiker“, „Sachbücher“ und „Sonstige“.

Science Fiction

Schon beim Thema „Science Fiction“ musste ich feststellen, dass meine Liste übervoll ist. Daher werde ich meine Bücher nach Autoren alphabetisch sortiert vorstellen.

Douglas Adams

Vob diesem Autor kenne ich die Romanreihe Per Anhalter durch die Galaxis (Per Anhalter durch die Galaxis; Das Restaurant am Ende des Universums; Das Leben, das Universum und der ganze Rest; Macht’s gut und danke für den Fisch; Einmal Rupert und zurück). Der Autor nimmt uns mit in die Abenteuer eines gewissen Arthur Dent. Das ganze ist eine Mischung aus Komödie, Satire und Science-Fiction. In den Büchern finden sich viele originelle und gute Ideen.

Warnung: wenn man die Bücher liest, sollte man schwarzen Humor mögen!

Isaac Asimov

Dies ist zweifellos einer der berühmtesten Science-Fiction Autoren! Seine erdachten „Roboter-Gesetze“ sind als Idee heute immer noch relevant.

Gelesen habe ich seine Roboter-Romane:

  • Die Stahlhöhlen
  • Die nackte Sonne
  • Der Aufbruch zu den Sternen

Wir finden hier eine gut gelungene Mischung aus Krimi und Science-Fiction!

Sehr interessant finde ich auch sein Buch Lunatico. Es schildert das Leben in einem Parallel-Universum mit anderen physikalischen Grundkonstanten.

Neben diesen Empfehlungen gibt es noch jede Menge Kurzgeschichten, die allesamt lesenswert sind.

Iain M. Banks (1954 – 2013)

Dies ist ein leider schon früh verstorbender Science Fiction Autor! Neben einer an Action reichen Handlung tauchen ethische, philosophische und religiöse Fragestellungen auf.

Gelesen habe ich Der Algebraist und Die Wasserstoffsonate. Beides sehr empfehlenswert. Letzeres Werk ist besonders lesenswert für diejenigen, die neben ihrer Leidenschaft für Science Fiction außerdem ein Musikinstrument spielen…

Stephen Baxter

Dies ist ein heute noch lebender Autor (*1957) mit einer Fülle von Romanen, von denen ich nur einige gelesen habe:

  • Sternenkinder (der Autor nimmt uns mit in eine fernen Zukunft, aber auch ganz an den Anfang, quasi direkt nach dem Urknall)
  • der Arche-Zyklus (hat mir nicht so gut gefallen, sehr düster)
  • Proxima
  • Titan (aus dem Apollo-Zyklus)

Ray Bradbury

Man kann Ray Bradbury nicht als reinen Science-Fiction-Autor bezeichnen, da
er auch allgemein phantastische Romane und Kurzgeschichten geschrieben hat. In seinem Werk Die Mars-Chroniken liegt der Schwerpunkt auch nicht auf technischen wie vielmehr auf philosophischen Fragestellungen: wie können sich zwei komplett unterschiedliche Zivilisationen miteinander verständigen?

Mein Urteil: sehr lesenswert!

Levon S. Chatschaturjanc, E.V. Chrunov

Russische „Science Fiction“…!
Das Buch Der Weg zum Mars wurde geschrieben, als der Begriff in der ehemaligen Sowjetunion noch nicht geläufig war. Stattdessen wurde es in die Kategorie „Wissenschaftliche Phantastik“ eingeordnet.

Der Flug in einem Raumschiff ist sehr realistisch beschrieben – man merkt, dass die Autoren zumindest mit Kosmonauten in Kontakt stanten!

Arthur C. Clarke

Einer der ganz großen Autoren im Bereich der Science Fiction!
Technisch und wissenschaftlich sehr fundiert und dabei immer visionär. Von ihm kenne ich die Trilogie Odyssee im Weltraum, die vor allem durch den Film (besonders dem ersten) bekannt geworden ist. Das erste Buch und der Film entstanden parallel – obwohl es hier um Bücher geht, muss ich den Film als absolut sehenwert empfehlen!

Philip K. Dick

Diesen Autor würde ich im Grenzbereich zwischen Science Fiction und Philosophie ansiedeln. Seine Geschichten empfinde ich immer als ein wenig „unfertig“ aber die dahinterliegenden Ideen sind sehr inspirierend. Philip K. Dick gehört mit zu den
„Schwergewichten“ der Science Fiction Literatur.

Von ihm kenne ich die Romane Ubik und Marsianischer Zeitsturz.

Hans Dominik

Hier haben wir einen frühen Vertreter der deutschen Science Fiction, dessen Bücher damals sehr populär waren. Ehrlich gesagt haben mich seine Werke nicht so richtig überzeugt. Der naturwissenschaftlich-technische Plot hatte mich nie so richtig mitgerissen, und die Handlung empfand ich meistens nur als „mittelspannend“. Folgende Werke kenne ich von ihm:

  • Der Befehl aus dem Dunkel
  • Der Brand der Cheopspyramide
  • Himmelskraft

Herbert W. Franke

Ein bedeutender österreichischer Science Fiction Autor (geboren 1927). Neben der Beschreibung von neuen Technologien (vor allem auch Computer und Programmierung) finden sich auch immer wieder gesellschaftliche und philosophische Fragestellungen sowie die Frage nach der richtigen persönlichen Entscheidung.
Neben vielen Kurzgeschichten habe ich den Roman Ypsilon minus von ihm gelesen.
Mein Urteil: Muss man gelesen haben!

Otto Willi Gail

Einer der ganz frühen Vertreter der Science Fiction! Sein Roman „Der Schuss ins All“ erschien 1925 und befasst sich mit Raketentechnik(!), die damals noch in den Kinderschuhen steckte. Hier wird schon das Prinzip der dreistufigen Rakete entwickelt, wie es später im Apollo-Programm verwirklich wurde!

Mein Urteil: Wenig bekannt – Geheimtipp!

Gary Gibson

Zu diesem Autor gelangte ich durch eine pure Namensverwechslung. Und zwar verwechselte ich ihn mit Wiliam Gibson (siehe weiter unten). Seinen Roman Against Gravity empfehle ich als lesenswert. Auch seine Shoal-Trilogie habe ich mit Interesse gelesen.

Gary Gibson schreibt plastisch und phantasievoll. Was mich ein wenig an seinen Werken stört, ist die Tatsache, dass es fast immer um Krieg, Kampf, Leid und Konflikte geht.

Mein Urteil: Für Liebhaber der actiongeladenen Science Fiction mit solidem Hintergrund.

William Gibson

William Gibson „erfand“ eine ganz eigene Sparte im Science Fiction, die „Cyberpunk“ genant wird. Einen Schwerpunkt bildet die Interaktion von Menschen mit dem Computer oder genauer dem Internet. Seine Charaktere sind warmherzig geschildert; seine gebrochenen „Helden“ irren oft herum in den Slums der modernen Zukunft.

Gelesen und als „lesenswert“ befunden:

  • Die Neuromancer-Trilogie
  • Die Differenzmaschine (Gemeinschaftsprojekt mit Bruce Sterling, eine Science Fiction aus der Vergangenheit)
  • Idoru-Trilogie

Hugh Howey

Hier haben wir einen relativ junger Science Fiction Autor (*1975).

Gelesen habe ich:

  • Die Silo-Trilogie
  • Beacon 23

Mein Kommentar: ganz interessante Ideen, mal sehen, wie sich der Autor in Zukunft entwickelt…

Ivan Jefremov

Alte russische Science-Fiction, die neben Visionen einer technisierten Zukunft auch von einem kommunistischen Paradies träumte…
Den Roman Andromedanebel beurteile ich als ein wirklich lesenswertes Stück Zeitgeschichte!

H.D. Klein

Deutsche Science Fiction aus der jüngeren Zeit! Mit Vergnügen gelesen habe ich die Romane:

  • Googol
  • Googolplex

Bernd Kreimeier

Deutsche Science-Fiction, die sich sehr penibel an den aktuellen phyisikalischen und technischen Erkenntnissen orientiert. Leider fand ich seine Geschichten immer ein wenig düster… Im Seterra-Zyklus erzählt der Autor die Geschichte einer Arche, die die Menschheit auf einem anderen Planeten ansiedeln will.

Kurd Lasswitz (1848-1910)

Obwohl ich mich für Science-Fiction interessiere, ist mir der Name „Kurd Laßwitz“ erst sehr spät über den Weg gelaufen. Dabei ist er einer der Begründer der deutschen Science-Fiction!

Immerhin gibt es für den „Kurd-Laßwitz-Preis“ für Science Fiction!

Im Roman Auf zwei Planeten finden sich Ideen, die heute noch aktuell sind! (Eine Ökonomie, die auf Sonnenenergie basiert…!)

Mein Urteil: Für Science-Fiction-Fans ein Muss!

Stanislaw Lem

Einer der meistgelesenen Science Fiction Autoren überhaupt!
Wer sich mit Science Fiction beschäftigt, wird um Stanislaw Lem nicht herumkommen. Von seinem sehr umfangreichen Werk möchte ich nur ein paar wenige Schöpfungen herauspicken…

  • Die Astronauten (Eine Reise zur Venus) – ein früher Roman und echt lesenswert
  • Sterntagebücher (Kurzgeschichten – satirisch und humorvoll)
  • Der Unbesiegbare (Idee einer mechanischen „Zivilisation“)

Cixin Liu

Science Fiction aus China! Ich muss gestehen, dass ich das erste Buch aus Neugier gekauft hatte, ohne große Erwartungen. Immerhin, dachte ich, besteht zwischen Europa und Asien ein ziemlicher kultureller Graben – ob ich mich für chinesische Science Fiction begeistern kann…?
Inzwischen sind meine Vorurteile komplett verschwunden, und ich muss gestehen, dass er sehr gute, wissenschaftlich basierte und gleichzeitig spannende Geschichten schreibt. Lesenswert!

Gelesen habe ich die Trisolaris-Trilogie.

Hierzu folgende Anmerkung:

Der deutsche Titel „Die drei Sonnen“ ist zwar nicht komplett falsch, aber der englische Titel „The three body problem“ sagt Physikern wahrscheinlich viel mehr. Es geht darum, dass man die Bewegungen eines Systems mit mehr als zwei Körpern nicht mehr geschlossen analytisch lösen kann. (Das gibt einen Hinweis darauf, auf welchem Niveau sich seine Geschichten bewegen!)

Richard Morgan

Von diesem Autor kenne ich nur das Werk Das Unsterblichkeitsprogramm
(übrigens ein Lesetipp aus der Perry Rhodan Reihe!) Den Roman fand ich total spannend und lesenswert!

Perry Rhodan

Der größte Science Fiction der Welt! Es ist der Versuch eines Autorenkollektivs, gemeinsam eine fortlaufende Geschichte zu erzählen. Das Vorhaben an sich finde ich schon ein Abenteuer der ganz eigenen Art!

Über Perry Rhodan ein Ein-Wort-Urteil zu fällen, ist mir unmöglich. Es gibt viele sehr konventionell erzählte und sehr konventionelle Abenteuergeschichten, bei denen die Helden sich in Raumschiffen anstatt auf Pferden fortbewegen und deren Lektüre sehr zäh werden kann. Auch ist der physikalisch-technische Hintergrund oft ärgerlich einfach gehalten.

Allerdings trifft man im tauben Gestein immer wieder auf Goldkörnchen mit neuen Ideen oder wirklich gut erzählten Geschichten, die einen zum Schmunzeln, Lachen oder Nachdenken bringen.

Mein erster Perry Rhodan Science Fiction war übrigens Die Fremden aus dem Mikro-Nebel von Kurt Mahr, den ich in den 70er Jahren in der Bahnhofsbuchhandlung Berchtesgaden kaufte – sehr zum Entsetzen meiner Eltern.
Insgesamt aber war die Geschichte nicht schlecht, ich habe das Buch immer noch, und manchmal lese ich die Geschichte mal wieder durch, obwohl ich sie jetzt schon fast auswendig kann.

Klaus Seibel

Von diesem zeitgenössischen Science-Fiction-Autor kenne ich nur das Werk
„Krieg um den Mond“ – eine schön erzählte und spannende Geschichte – ein nettes Lesevergnügen!

Kim Stanley Robinson

Dieser Autor widmet sich sehr detailliert dem roten Planeten Mars, der in unserer Nachbarschaft die Sonne umkreist. Bekannt ist seine Mars-Trilogie (Roter Mars, Grüner Mars, Blauer Mars), wobei er neben technischen Fragen auch gesellschaftliche Themen einer möglichen Mars-Kolonie behandelt. Die Schauplätze kann man auf dem Mars-Globus wiederfinden, und die sorgsame Auswahl verrät,
dass sich der Autor tief in die Materie eingearbeitet hat. Angesichts des Detailreichtums hat die Erzählung meinem Geschmack nach manchmal etwas zu viel Längen…

Charles Stross

Von diesem Autor kenne ich nur den Roman Accelerando, der, beginnend von einer nahen Zukunft die exponentielle (R)evolution des Computers und seine fortschreitende Verbindung mit dem menschlichen Geist beschreibt.

Meiner Meinung nach ist dies ein sehr ernstzunehmender Versuch, die  Digitalisierung von heute zuende zu denken. Lesenswert!

Jules Verne

Für mich DER absolute Klassiker, was Science Fiction angeht und ein Beweis dafür, dass Science Fiction kein Schund ist! Neben einer meist französisch-leicht erzählten Abenteuergeschichte konfrontiert uns der Autor mit Ideen und technischen Konzepten einer Zukunft, die teilweise schon visionär ist. So verlegt er den Startplatz einer Mondexpedition in die Nähe des heutigen Huston. Außerdem ist er der einzige Autor, den ich kenne und der es gewagt hat, in seinem Roman eine mathematische Formel zu zitieren (und zwar die Berechnung einer Anfangsgeschwindigkeit, die ein Projektil auf der Erde haben muss, um den Mond zu erreichen – laut meinem Freund, der Physiker ist, ist die Formel sogar richtig!).

Folgende Science Ficiton Romane habe ich von ihm gelesen:

  • Von der Erde zum Mond
  • Reise um den Mond
  • 20000 Meilen unter dem Meer

Andy Weir

Zum Abschluss ein Debütant in diesem Genre: Andy Weir mit seinem Roman
Der Marsianer. Viele haben den Film gesehen, den ich jedoch nicht kenne.
Das Buch ist jedenfalls sehr gut recherchiert, sehr unterhaltsam zu lesen
und basiert auf der Technik, so wie wir sie heute haben.

Belletristik

Michael Crichton

Um es vorweg zu nehmen: ich kenne vom seinem schriftstellerischen Werk nur den Roman Airframe – und den finde ich einfach schlichtweg genial. Ich glaube, ich sollte an dieser Stelle eine Warnung aussprechen, dergestalt, dass Sie den Roman
vielleicht nicht so toll wie ich finden werden… Es geht um einen Flugzeugunfall. Das Qualitätsteam versucht, die Ursache des Problems herauszufinden – und langsam zeigt sich das ganze Drama, das aus dummen Zufällen, Schlampereien und Fehlerfortpflanzung entstanden ist. Ich finde, dies ist ein Lehrbuch für jeden
Qualitätsmanager, und es zeigt, warum Qualitätsmanagement wichtig ist. In die Handlung sind noch eine Liebesgeschichte und Krimi-Elemente eingebaut – völlig überflüssig finde ich – denn die Qualitätssache ist an sich schon spannend genug!
Die Handlung hat übrigens Bezug zu einem tatsächlich aufgetretenen  Flugzeugunglück.

Daniel Defoe

Das einzige Buch, das ich von ihm kenne ist Robinson Crusoe, das ich damals als Kinderbuch geschenkt bekam. Dann hatte ich später die Gelegenheit, eine (wahrscheinlich bessere und vollständigere) Version vom Deutschen Aufbau Verlag
in die Hände zu bekommen, und dieses Werk hat mich echt überzeugt: eine wirklich gut geschriebene Abenteuergeschichte!

Alexander Döblin

Von ihm kenne ich die Werke Berlin Alexanderplatz und Die drei Sprünge des Wang Lun. Besonders das erste Werk fand ich extrem lesenswert. Es wird die innere und äußere Geschichte des Mannes Franz Biberkopf erzählt, der aus der Haft entlassen sich dem Leben in Berlin und seinen innneren Dämonen stellen muss. Neben viel Lokalkolorit kommen auch Themen aus Psychologie bis hin zur Religion zur Sprache, die teilweise sehr expressionistisch-humorig sein kann. Eine  rundum überzeugende Geschichte!

Das andere Werk spielt im fernen China und beschreibt eine Revolte, die final niedergeschlagen wird. Die Sprache ist hier noch expressionistischer – allerdings hat mich das Buch nicht vollkommen überzeugt.

Maxim Gorki

Von diesem russischen Schriftsteller zur Zeiten der Revolution habe ich den Band Geschichten aus dem alten Russland gelesen – allerdings ist schon zu merken, dass die Revolution schon in den Köpfen brodelt.

Nikolai Gogol

Lesen Sie mal die Kurzgeschichte Der Mantel von ihm…!

Ernest Hemingway

Einer der großen klassischen Autoren aus den USA. Ich kenne die Romane In einem anderen Land und Der alte Mann und das Meer. Der erste Roman gefiel mit aber besser.

Stephen King

Okay, ich glaube, jetzt werden einige bislang Interessierte hier aufhören zu lesen und die Seite schließen! – – – Sind Sie immer noch dabei? Danke…!

Ich oute mich hiermit als Stephen King Fan und will hier eine Lanze für ihn brechen! Ich weiß, dass jede Menge an ihm kritikwürdig ist. Man muss die Bücher stets waagerecht lagern, weil sonst zuviel Blut herausläuft, und seine Horrorversionen törnen mich ehrlich gesagt auch nicht so sehr an. Aber ich zolle seiner Phantasie und Vorstellungskraft im Allgemeinen sehr großen Respekt und seiner Fähigkeit, große Erzählungen anzufangen und zuende zu bringen. Ich beziehe mich hier auf den Mega-Zyklus Der dunkle Turm, durch den ich mich tapfer durchgebissen habe.

Ich finde, seinen Roman Es muss man gelesen haben. Nicht wegen des Horrors, sondern wegen der Beschreibung des Amerikas der 50er Jahre, die sehr gut gelungen ist. Auch die psychologische Zeichnung seiner Figuren ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen.

Manchmal frage ich mich, warum der Autor es nie versucht hat, Geschichten ohne fantastische Geisterkomponenten zu schreiben. (Obwohl eine gibt es: Road Works – also „Straßenarbeiten“. Für deutsche Leser war der Titel anscheinend nicht reißerisch genug, deswegen wurde das Buch in Deutschland unter dem
Titel Sprengstoff unter dem Pseudonym von Richard Bachmann veröffentlicht)

C. Nordhoff, J. N. Hall

Im jugendlichen Alter habe ich von den oben genannten Autoren zwei Erzählbände dieser beiden Autoren im elterlichen Bücherschrank gefunden und zwar Schiff ohne Hafen und Meer ohne Grenzen. Abenteuer pur! Die beiden Bücher erzählen die berühmte Geschichte von der „Meuterei auf der Bounty“, die ja tatsächlich stattgefunden hat. Laut Wikipedia soll es sich um eine Trilogie handeln, aber ich glaube, dass die beiden Bände die Geschichte komplett wiedergeben. Besonders interessant: inzwischen gibt es auch den Originalbericht des Kapitän Bligh als E-Book.

Sven Regener

Sein Roman Neue Vahr Süd ist ein Stück durchlebter Zeitgeschichte aus dem Jahr 1980 – als öffentliche Gelöbnisse der Bundeswehr und jegliche Sorte von Kommunen die Gemüter erregten. Außerdem ist es ein sehr schöner Entwicklungsroman – mit viel Herz und Gefühl geschrieben. Lesenswert für alle, die sich im Jahr 1980 im Graubereich zwischen Jugendlichkeit und Erwachsensein tummelten.

Johannes Mario Simmel

Okay – wie man hier merkt, halte ich mich nicht an die Konvention, nur „ernstzunehmende“ Autoren zu empfehlen.

Ja, ich bleibe dabei: ich empfehle hiermit das Buch Es muss nicht immer Kaviar sein zur Lektüre! Trotz des „einfachen Schreibstils“ und aller möglichen sonstigen Schwächen, die man dem Werk vorwerfen kann, schimmert hinter der sehr bunten und actiongeladenen Spannung ein Stück realer deutscher Kriegs- und  Nachkriegsgeschichte durch, die lesenswert ist.

(Über die Kochrezepte kann man ruhig geteilter Meinung sein…)

Alexander Solschenizyn

Ein Russe, der sich vorwiegend mit den Missständen in der stalinistischen Ära befasste. Auch hier merkt man, dass der Autor erlebt hat, wovon er schreibt. Obwohl die Lektüre sehr lohnenswert ist und der Autor sich auf hohem schriftstellerischen Niveau bewegt, handelt es sich nicht um „Wohlfühllektüre“. Es gibt einen Erzählband von ihm Große Erzählungen mit sehr guten „Kurz“-geschichten. Weiterhin gelesen habe ich Im ersten Kreis der Hölle.
Besonders lesenswerte Kurzgeschichten:

  • Matronjas Hof
  • Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch

Robert Louis Stephenson

Ein Abenteuerautor, den ich sehr schätzen gelernt und auch als Erwachsener sehr gerne gelesen habe. Die Schatzinsel habe ich in englischem Original gelesen (Treasure Island). Ich finde, der Autor kann einfach gute Geschichten gut
erzählen.

Anton Tschechow

Vor diesem Autor wurde ich dringend gewarnt! Er sei – so hieß es – einer der düstersten russischen Schriftsteller, wobei die Russen und speziell die Schriftsteller ohnehin schon düstere Menschen seien. Ich ließ mich nicht abschrecken und
bekam einen Erzählband von ihm zu Weihnachten geschenkt. Die Vorurteile fand ich nicht bestätigt. In den Geschichten geht es meistens um Fragen der Gerechtigkeit und des richtigen Handelns, und meist werden Situationen aufgezeigt, bei
denen offensichtlich etwas in Schieflage geraten ist; beim Lesen aber hatte ich stets das Gefühl, hinter diesen Geschichten einen Menschen zu spüren, der angesichts aller Ungerechtigkeiten in der Welt nicht resigniert sondern etwas zum Positiven verändern will.

Deshalb kann ich diesen Autor nur empfehlen.

B. Traven

Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich ein Schriftsteller, dessen Identität nie vollständig gelüftet werden konnte. Von ihm kenne ich die Abenteuerromane Der Marsch ins Reich der Caoba und Der Schatz der Sierra Madre. Beide Romane sind
echt lesenswert.

Dies gilt besonders für den zweiten Titel – auch für diejenigen, die den sehenswerten Western aus Fernsehen oder Kino kennen…! Neben einer spannenden Handlung bekommt man als Leser das Gefühl, dass der Autor weiß, worüber er hier spricht. Die Beschäftigung des Goldschürfens wird sehr detailliert und prosaisch dargestellt – es war einfach eine elende Plackerei…

Bei der Lektüre hatte ich das Gefühl, mittendrin zu stecken – ein Gefühl, das sich bei vielen anderen „Abenteuerromanen“ partout nicht einstellen will.

Marc Twain (Samuel Langhorne Clemens)

Dieser Schriftsteller entführt uns in das Amerika des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Mit Humor, der oftmals beißend-satirisch sein kann erleben wir die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Weniger bekannt ist sein Werk Life on the Mississippi – eher für Erwachsene – hier erfahren wir viel vom großen Strom Amerikas und den Menschen, die ihn mit ihren Schiffen befuhren.

Ich finde seine Werke bis heute lesenswert!

Herman Wouk

Von diesem Autor kenne ich die Werke Die Caine war ihr Schicksal und City Boy (letzteres habe ich im englischen Original gelesen).

Besonders das erste Buch kann ich empfehlen. Es handelt sich um den Entwicklungsromans eines jungen Mannes, der durch seine Erlebnisse im Militätdienst auf einem schrottreifen Minensucher im 2. Weltkrieg von einem pubertären Grünschnabel zu einer erwachsenen Persönlichkeit heranreift.

Aber auch „City Boy“ ist schön und spannend zu lesen!

Es gibt noch zwei weitere Werke, die ich gelesen habe: Winds of War und War and Remembrance. Es sind zwei sehr dicke  Wälzer über den 2. Weltkrieg, und nach dessen Lektüre habe ich dieses Geschichtskapitel zum ersten Mal so halbwegs
verstanden, weil hier die taktischen Überlegungen und Hintergründe geschildert wurden – Informationen, die ich im schulischen Geschichtsunterricht nie hatte…

In die geschichtliche Handlung sind mehrere Liebes- und Dreiecksgeschichten
eingebaut, die ich allerdings nicht so spannend fand.

Sachbücher

Douglas R. Hofstadter

Warnung!! Das Buch Gödel Escher Bach ist extrem anspruchsvoll und windet sich durch viele Wissenschaftszweige, insbesondere die der Mathematik und Informatik. Es sind sogar Übungsaufgaben angegeben, damit der Leser kontrollieren kann, ob er den Gedanken des Autors noch folgen kann. Schließlich und letztlich geht es um den Beweis, dass Mathematik niemals gleichzeitig vollständig und widerspruchsfrei sein kann.

Ehrlich gesagt bin ich irgendwo hinter der Mitte des Buches gescheitert. Aber was ich bis dahin verstanden hatte, war für mich sehr wertvoll und interessant.

Michael Light

Das Buch Full Moon enthält nur sehr wenig Text, es ist ein „Bilderbuch“ – allerdings ein ganz besonderes! Hier bekommt man qualitativ sehr hochwertige Aufnahmen vom Mond zu sehen, welche die Mitglieder des Apolloprogramms auf dem Erdtrabanten geschossen haben.

Absolut „sehenswert“!

Brigitte Röthlein

Das Buch Die Quantenrevolution beschäftigt sich mit der paradoxen Welt der Quantenmeachanik und ihren diversen Anwendungen. Angesichts der nicht
einfachen Materie gelingt es der Autorin sehr gut, die komplizierten Sachverhalte einigermaßen verständlich zu machen. Zudem versorgt sie den Leser mit Details über die Wissenschaftler, die sich mit dem Thema unmittelbar oder mittelbar
beschäftigten. Eine lohnenswerte Lektüre – allerdings sollte man einige physikalische Grundkenntnisse haben.

Emilio Segrè

Ich empfehle hier wärmstens sein zweibändiges Werk Die großen Physiker und ihre Entdeckungen. Der Nobelpreisträger zeichnet nicht nur das Bild der großen Physiker nach sondern ihm gelingt es auch, die Geschichte der Physik dem Leser verständlich zu machen: wie gelangte die Menschheit von den allerersten wissenschaftlichen Erkenntnissen bis hin zum heutigen physikalischen Weltbild?

Für physikalisch interessierte Menschen absolut lesenswert!

Simon Singh

Dieser Autor beweist, dass Mathematik wirklich spannend sein kann und etwas anderes ist, als die Tätigkeit, fortwährend langweilige Rechenaufgaben zu lösen. Das Buch Fermats letzter Satz dreht sich um den finalen Beweis der Fermatschen
Vermutung (wenn Ihnen das nichts sagt, ist fraglich, ob Sie mit dem Buch etwas anfangen können).

Das Buch Geheime Botschaften beschäftigt sich mit der Kryptographie, also die Methode, Texte so zu verschlüsseln, dass Uneingeweihte ihn nicht lesen können.
In meinem Studium hatte ich mich zwangsweise mit Mathematik beschäftigt, bin also vorbelastet. Aber ich fand die Themen wirklich sehr klar und einfach beschrieben – wer einige Grundkenntnisse in Mathematik und Spaß am Denken hat, wird wahrscheinlich so wie ich Feuer für das Thema fangen…

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