Mathematik und Theologie

Einführung

Seit mehreren Jahren überarbeite ich die Predigten eines befreundeten Priesters, der nicht aus Deutschland stammt und daher naturgemäß mit den Feinheiten der deutschen Sprache kämpft. In diesen Texten geht es um die Botschaften aus dem Alten Testament und dem Evangelium, und darum, wie man sie in unseren heutigen Alltag übersetzen kann. Oft werden Analogien aus Astronomie, Physik und Biologie herangezogen, die mit den theologischen Aussagen in Beziehung gesetzt werden.


Bei der Beschäftigung mit den Aussagen dieser Texte kam mir die Idee, die Brücke einmal anders herum zu bauen. Ich möchte ausgehen von den Bereichen der Technik und Mathematik und von dorther auf die theologische Seite zu springen. Gleichzeitig möchte ich ein bisschen Neugier auf die Geisteswissenschaft der Mathematik wecken. Sie ist keineswegs die langweilige, staubtrockene Wissenschaft von endlosen Formeln und unverständlichen Beweisen. Sie hat (jedenfalls für mich) zarte Verbindungen in die Bereiche der Philosophie und vielleicht sogar Theologie. Aber urteilen Sie selbst, falls Sie sich entscheiden sollten, die Texte zu studieren!

Die mathematischen und physikalischen Sachverhalte werde ich so sehr vereinfachen, dass sie (hoffentlich) auch dem unbedarften Leser verständlich sind. Ich fürchte aber, dass ein bisschen Gehirnschmalz notwendig ist und die Bereitschaft, sich auf die Materie einzulassen. An einigen Stellen habe ich daher Links angebracht für die Leser, die bei einem bestimmten Thema noch mehr wissen wollen. Diese „Ausflüge“ in damit verbundene Themen sind aber für den Hauptgedanken nicht so relevant, dass man sie unbedingt lesen muss


Zwei Warnungen vorab: Ich bin ausgebildeter Ingenieur und kein Mathematiker! Wahrscheinlich sind nicht alle mathematischen Aussagen hundertprozentig korrekt, teilweise sind sie auch stark vereinfacht. Auch bin ich kein ausgebildeter Theologe. Das, was Sie zu lesen bekommen, ist mein persönliches Erleben von Glauben. Wenn Sie in Glaubensdingen nicht meiner Meinung sein sollten, ist das weder für Sie noch für mich schlimm. Oft regt eine provokante These zum Nachdenken darüber an, wie man eigentlich selber den Sachverhalt beurteilt. Insofern freue ich mich ebenso über Zustimmung wie über Widerspruch! Halten Sie es so, wie es der heilige Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki schreibt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“ (1 Thess. 5:21)
Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Vergnügen bei meinen „mathematisch-theologischen Betrachtungen“!

Es geht los mit dem Thema „Betrachtungen über die Null“.

Weitere Themen folgen.

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close